www.lasik.co.at
Sie sind hier: Startseite » Kompetenz » Untersuchung

Untersuchung

Vor der Opeartion

Welche Abklärungen sind vor einer Operation notwendig?

Bei der Voruntersuchung werden die Daten erhoben, die für eine refraktive Korrektur notwendig sind. Gleichzeitig ist es möglich, Ihnen einen Vorschlag für eine bestimmte Korrekturmethode zu unterbreiten und mit Ihnen zu diskutieren. Es sollen aber auch Risiken erkannt bzw. ausgeschlossen werden, die einer Behandlung entgegenstehen können.

Die Untersuchung beinhaltet eine genaue Bestimmung Ihrer Sehkraft, die Messung des Augendruckes und des Pupillendurchmessers in der Dämmerung und Nacht sowie eine ärztliche Untersuchung des gesamten Auges. Für die Untersuchung der Netzhaut müssen die Pupillen durch Augentropfen erweitert werden; weshalb Sie während den folgenden 3-4 Std. nicht selbst ein Fahrzeug führen dürfen.

Ausserdem wird eine genaue Ausmessung der Hornhautoberfläche durchgeführt. Da zuvor getragene Kontaktlinsen diese Untersuchung stark verfälschen, bitten wir Sie, 2 Wochen vor dem Termin keine harten/halbharten Kontaktlinsen mehr zu tragen; weiche Kontaktlinsen müssen 7 Tage ausgesetzt werden. Weitere Untersuchungen kommen je nach Bedarf dazu (Biometrie, Aberrometrie, Pachymmetrie).

Falls Sie noch die Brillenrezepte (oder Brillen) und/oder Kontaktlinsenrezepte der letzten 5 Jahre besitzen, bitten wir Sie, diese zur Voruntersuchung mitzubringen, damit wir den Verlauf Ihrer Fehlsichtigkeit beurteilen können.

Sollten sich bei dieser Untersuchung Risikofaktoren für eine Behandlung mit dem Excimer Laser herausstellen, werden wir die vorgefundene Problematik ausführlich mit Ihnen besprechen. Gegebenenfalls werden wir von der Behandlung abraten und diese nicht durchführen.

Voraussetzung

Krankengeschichte - besonders betreffend die Augen

Seit wann wird eine Brille getragen?

Sind die Brillenwerte s t a b i l (mindestens 2 Jahre)?

Ist eine Korrektur mit Kontaktlinsen bereits versucht worden?

Werden die Kontaktlinsen toleriert?

W a n n wurden die Kontaktlinsen zuletzt getragen (vor der Untersuchung mindestens 14 Tage Karenz?

Sehen beide Augen gleich gut?

Wurde als Kind geschielt?

Durchlebte Augenentzündungen, -verletzungen, -operationen?

Besteht ein erhöhter Augendruck?

Sind Augenerkrankungen in der Familie bekannt?

Wurde bereits eine Art von Laserbehandlung durchgeführt?

Besteht ein trockenes Auge?

Allgemeinerkrankungen die gegen einen refraktiven Eingriff sprechen?
Diabetes mellitus?

Kollagenosen?

Rheuma?

Neurodermitis?

Dermatologische Erkrankungen?

Schwangerschaft?

Refraktion

Refraktionsbestimmung

Hierunter versteht man die exakte Bestimmung der benötigten Brillenkorrektur, als Grundlage für die später mit dem Excimer-Laser zu korrigierende Refraktionsanomalie (Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Stabsichtigkeit) mit subjektiven und objektiven Methoden wie einem Feinabgleich (Rot/Grün Abgleich) und einer Refraktionskontrolle nach vorübergehender medikamentöser Ausschaltung der Akkommodation (Fähigkeit sich auf die Nähe einzustellen)

Hornahuttopographie

Hornhaut-Topographie

Wird benötigt zur Messung der Krümmung wie der Brechkraft der Hornhaut (Bestimmung der Keratometerwerte) zudem zur Darstellung der Hornhautoberfläche (irregulärer Astigmatismus?) und dem Ausschluss spezifischer Erkrankungen der Hornhaut (z.B. Keratokonus).
Die Messung erfolgt über die Projektion von so genannter Placido-Scheiben mit rechnergestützter Analyse der videokeratographischen Bilder. Je nach Untersuchungseinheit werden bis zu 11000 Messpunkte analysiert. Die ursprünglichen Placido-Scheiben wurden übrigens bereits 1880 zur Untersuchung von Unregelmäßigkeiten der Hornhautoberfläche beschrieben.

Pachymetrie

Unter der Hornhaut-Pachymetrie versteht man die Dickenmessung der Hornhaut. Die Hornhaut ist normalerweise etwa. einen halben Millimeter dick. Wie es jedoch auch große oder kleine Ohren gibt, schwank die Hornhautdick zwischen den einzelnen Individuen zum Teil deutlich.
Wir verwenden zur Messung ein Ultraschall-Pachymetrie Gerät, welches eine hochfrequente Impulswelle aussendet, die an der Hornhautvorderfläche und hornhautrückfläche reflektiert wird. Ein hoch empfindlicher Sensor misst die zeitliche Differenz der reflektierten Impulswelle und kann hierdurch den Abstand zwischen Vorder- und Rückfläche, also die Hornhautdicke berechnen.

Warum muss man die Dicke der Hornhaut bestimmen?

Bei den refraktiven Eingriffen die mittels Excimer-Laser durchgeführt werden (LASIK, LASEK, PRK) wird die angestrebte Korrektur der Fehlsichtigkeit an der Hornhaut durch einen spezifischen Abtrag von Hornhautgewebe erreicht. Aus Erfahrungen der Anfangszeit der Laserchirurgischen Eingriffe weiß man heute, dass ein spezifischer Betrag an Resthornhautdicke nötig ist, damit die Hornhaut auch nach der Behandlung ihre Stabilität behält. Der Operateur muss also vor der Operation berechnen, ob der, für die vorgesehene Korrektur nötigte Abtrag an Hornhautgewebe, die erforderliche Restdicke unterschreiten würde. Um dies einzuschätzen ist eine (in µm genaue) Messung der Hornhautdicke wichtig.

Pupille



Die Bestimmung der Pupillengröße erfolgt mit einem sogenannten Pupillometer. Mit diesem kann man die Pupillengröße in Dunkelheit (skotopische Pupillengröße) oder bei Dämmerungslicht (mesopische Pupillengröße) messen.

Warum sollte man vor einem Lasereingriff die Pupillengröße in Dunkelheit kennen?
Bei jedem refraktiven Lasereingriff entstehen Übergangszonen zwischen der "behandelten" Hornhaut und den unbehandelten Randbereichen, dies ist notwendig, da man sonst keine Veränderung der Brechkraft des Auges erzielen wurde, dass Ziel also von der benötigten Brille los zu kommen nicht erreichen würde. An diesen Übergangszonen können vermehrt kleine Streustahlungen entstehen. Dies sind wählt man die behandelte Zone größer als die Pupillengröße zumeist nicht störend. Andernfalls können besonders nachts beim Autofahren unangenehme Blenderscheinungen auftreten. Daher ist es notwendig vor der OP die Pupillengröße zu kennen, um die zu behandelnde Zone richtig zu wählen und eine Aussage über eine mögliche postoperativ vermehrte Blendempfindlichkeit zu treffen.
(Je goßer die Pupillengröße in Dunkelheit, desto eher können, trotz großer behandelter Zone vermehrte Blendungen auftreten).

Aberrometer

Nach der Auswertung der Hornhauttopografie erfolgt die Umwandlung in die sogenannte korneale Wellenfront. Diese stellt die Hornhaut in Form von mathematischen Zernike-Polynomen (beschreiben alle aufgetretenen Abweichungen zwischen Ellipsoid und Messdaten) bis zur 7. Ordnung dar. Aus den projizierten Placidoringen des Topografiegerätes und den daraus resultierenden Daten (Höhenprofil der Hornhaut) findet die Berechnung statt.

Als optische Fehler sind vor allem die Sphäre und der Zylinder bekannt, die mittels Brille oder Kontaktlinsen korrigiert werden können. Die korneale Wellenfront liefert aber eine Mehrzahl an Informationen über Abbildungsfehler, welche das Sehvermögen des Patienten negativ beeinflussen. Sie beschreibt die Art und Größe aller an der vorderen Hornhautoberfläche vorhandenen Fehler.

Durch diese Informationen wird ein individueller Abtrag (Ablationsprofil) an der Hornhaut möglich, welcher die Sehqualität nach dem Eingriff für den Patienten steigert. Diese spezielle Form der refraktiven Laserbehandlung nennt man wellenfrontgeführte Lasik (bzw. Lasek oder PRK).

Entscheidend dabei ist die Software (Schwind ORK Software für die Optimierte Refraktive Korrektur), die zwischen der Diagnoseeinheit (Topografiegerät) und der Behandlungseinheit ESIRIS) vorliegt. Mit ihrer Hilfe erfolgt die Umwandlung der Hornhauttopografie in ein dem Patienten angepasstes Abtragprofil.

Einerseits gibt es Patienten mit nur sehr geringen Abbildungsfehlern höherer Ordnung, die sich mit den heutigen Methoden noch nicht korrigieren lassen. Hier würde der Einsatz keinen zusätzlichen Gewinn bringen.

Wann ist ein wellenfrontgeführter Eingriff sinnvoll?bei deutlichen Abbildungsfehlern höherer Ordnung.

bei Korrekturen hoher Myopie (ab -7,5 D)

bei großem skotopischer Pupillendurchmesser (= 7,0 mm), da hier eine postoperative Blendempfindlichkeit verringert und die Bildqualität verbessert werden kann.

bei Zweiteingriffen (insbesondere bei Dezentrierung oder Zentral Island)

bei der Behandlung oberflächlicher stromaler HH-Narben mit irregulärer Hornhautverkrümmung

Biometrie

Erfolgt falls nicht eine zusätzliche künstliche Linse zur natürlichen Augenlinse implantiert werden soll, sondern die natürliche Linse gleich gegen eine künstliche Linse ausgetauscht wird - sogenannte Clear lens Extraktion. Hierfür kann man sich entscheiden, wenn, wie bei den implantierbaren Kontaktlinsen ein refraktiver Lasereingriff aus oben genannten Gründen nicht möglich ist, die Patienten jedoch schon ein etwas fortgeschritteneres Lebenalter erreicht haben (etwa 50. Lebensjahr). In diesem Alter benötigen die Personen bereits zusätzlich eine Lesebrille, da die natürliche Augenlinse sich nicht mehr ausreichend auf die Nähe einstellen kann. Zudem in den folgenden 10 bis 15 Jahren mit der Entwicklung eines Grauen Stars (Katarakt "altersbedingte Trübung der Augenlinse" zu rechnen, die dann zum Austausch der natürlichen Linse gegen eine künstliche Augenlinse zwingen kann.

Die Bestimmung der Länge des Augapfels ist für eine exakte Berechnung der in das Auge zu implantierenden künstlichen Linse notwendig, die man so berechnen kann, dass die bestehende Fehlsichtigkeit mitkorrigiert wird.

Corneale Aberrometrie

ORK CORWAVE "Corneale Wellenfront" wird erfolgreich eingesetzt zur: Behandlung von "virgin eyes" Individuelle Visussteigerung (bei cornealen Aberrationen) Nachbehandlung dezentrierter Ablationen Nachbehandlung mit erweiterter optischer Zone Nachbehandlung von irregulären Ablationen Funktionsprinzip

Die corneale Wellenfront stellt die Cornea mit ihren Irregularitäten in Form von mathematischen Zernike Polynomen bis zur 7. Ordnung dar. Ausgehend von den projezierten Placidoringen und den daraus resultierenden Informationen (Daten) findet eine mathematische Berechnung statt. Diese wird durch die optische Weglängenveränderung mit Hilfe der Zernike beschrieben. Dadurch können auch corneale mit okularen Aberrationen verglichen und miteinander verrechnet werden.
Die ORK als corneale Wellenfront-Technologie liefert weitaus mehr Informationen über optische Fehler als nur Sphären und Zylinder, welche das Sehvermögen des Patienten negativ beeinflussen. Sie beschreibt vielmehr die anteriore corneale Oberfläche in der Sprache der Wellenfront mit ihren Aberrationen. Es ist so möglich, die optischen Fehler des menschlichen Auges zu qualifizieren (beschreiben) und zu quantifizieren. Diese Informationen ermöglichen echte individuelle Ablationsprofile, welche die postoperative Sehqualität für den Patienten deutlich steigern und damit verbessern.